Kursübersicht
Seminar mit Dr. Udo Ganslosser / Sophie Strodtbeck

Hormone und rassespezifische Verhaltensprobleme

Wie Hormone das Verhalten unserer Hunde beeinflussen und damit insbesondere zu rassebedingten Verhaltensproblemen führen können.

Viele Hunderassen sind in ihrer langen Rassegeschichte für hochspezialisierte Leistungen selektiert und gezüchtet worden und haben dafür bestimmte Elemente aus dem Verhaltensrepertoire ihrer wilden Vorfahren verstärkt.

Vielfach sind dafür auch hormonelle, stoffwechselphysiologische und neurobiologische Änderungen notwendig gewesen, so dass die entstandenen Arbeitshunde auch innerlich nicht mehr wie ein Wolf "ticken".

In den letzten Jahrzehnten jedoch hat sich die Aufgabe der Hunde, auch der hochspezialisierten Arbeitshunderassen, in unserer Gesellschaft geändert. Einige Anpassungen sind plötzlich störend, manches Verhalten im Alltag als Familienhund unangemessen.

Pech nur, wenn die zugrundeliegenden Hirnregionen, Hormone und anderen Botenstoffe trotzdem noch wie ein Arbeitshund ticken. Dann verzweifeln nicht nur Trainer/-innen sondern oft auch der Hund!

Verhaltensstörungen, Stoffwechsel- und Hormonerkrankungen sind dann die Folge.

Betrachtet werden unter anderem Nordische Hunde, Jagdhunde, Allzweck-Schäferhunde, aber auch die spezielle Thematik von Mischlingen und Gesellschaftszwergen. Ausserdem werden wir versuchen auf möglichst viele Rassen der Teilnehmer einzugehen.

Wir zeigen, wie die Wechselwirkungen zwischen früherer Selektion und heutigen Anforderungen, Hormone und Neurologie durcheinanderbringen und ob, bzw. was man dagegen tun kann.

Zeitraum: Samstag, 05.05.2012 - Sonntag, 06.05.2012

Samstag: 9.30 – ca. 16.30 Uhr

Sonntag: 9.00 - ca. 16.00 Uhr

Seminarkosten: CHF 280 / EUR 230 inkl. Mittagessen

!!! Besonderes Angebot: wer auch das Seminar am 12./13.05.2012 mit Günther Bloch bucht, erhält auf dieses Seminar 15% Rabatt !!!

Bankverbindung :

Aus der Schweiz, Postcheck-Konto 40-581259-2 lautend auf Petra Perner, Museumstr. 15, 5512 Wohlenschwil

Aus Deutschland, Sparkasse Hochrhein, BLZ 684 522 90, Konto 00-090258, Petra Perner, Museumstr. 15., 5512 Wohlenschwil

udo2Dr. Udo Ganslosser ist Privatdozent für Zoologie an der Universität Greifswald. Seine wissenschaftliche Tätigkeit begann mit der Beschäftigung mit Baumkängurus, möglicherweise, weil deren recht unbeholfene Kletterversuche ihn an seine eigene sportliche Begabung erinnerten. Nach der Dissertation in Heidelberg kehrte er zum Bodenleben zurück und beschäftigte sich mit dem Sozialverhalten der Kängurus allgemein.

Am Zoologischen Institut Erlangen erhielt er 1991 die Lehrbefugnis. Seither hat er seine fachlichen Interessen auf andere Großsäuger ausgedehnt. Seine Arbeitsgruppe beschäftigt sich mit sozialen Mechanismen im Zusammenhang von Naturschutz und Zuchtmanagement. Er ist Mitglied einiger Gremien der Europäischen Zoo Assoziation EAZA und führt regelmäßig Kurse in Verhaltensbiologie und Tiergartenbiologie durch. Derzeit übt er neben diversen Unterrichts- und Seminartätigkeiten, Beratungen für Zoos und Tierparks aus und ist Autor und Übersetzer von zoologischen Schriften. Seit WS 2006/07 ist er Privatdozent für Zoologie am Zoologischen Institut und Museum der Universität Greifswald und seit SS 2007 auch Lehrbeauftragter am Phylogenetischen Museum und Institut für Spezielle Zoologie der Universität Jena. Seit mehreren Jahren betreut er zunehmend mehr Forschungsprojekte über Hunde, seien es Haus- oder Wildhundeartige. Dabei geht es vor allem um Fragen von Sozialbeziehungen und sozialen Mechanismen

sophie2Sophie Strodtbeck, Studium der Tiermedizin an der LMU München. Berufserfahrung sammelte sie in verschiedenen Praxen, in denen sie von der Maus bis zur Kuh alle möglichen und unmöglichen Tierarten behandelt hat. Inzwischen liegen ihre Schwerpunkte in Beratungen, vor allem zu Verhaltensfragen, und auch Ernährungsfragen. Außerdem hält sie selber Vorträge und Seminare und schreibt als Autorin regelmäßig sowohl humoristische, als auch kynologische Artikel für diverse Hundezeitschriften.

2001 ist eine türkische Mülltonnenhündin, ein Prachtexemplar des Canis autisticus, zu ihr gestoßen. Die Probleme mit ihr zwangen sie, sich intensiv mit dem Verhalten der Hunde auseinanderzusetzen – ein Thema, das sie seither fesselt, und zu dem sie seither zahlreiche Seminare und Fortbildungen besucht hat. Inzwischen gehören zu ihrer Meute auch zwei Beagles, die Frauchen auf Trab halten und beschäftigt werden wollen. Der Ausgleich dazu ist ein Chihuahua-Mix, der geboren wurde um es recht zu machen. Immer wieder finden auch Notfälle und Wildtiere bei ihr Unterschlupf.

Zeitraum: Samstag, 05.05.2012 - Sonntag, 06.05.2012
Kurszeit: 09.00 - 16.30
Status: aktiv
Kurs / Info: Thema: Hormone und rassespezifische Verhaltensprobleme

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